Getreidemarktbericht

• Überseeische Getreidemärkte gehen mit hübschen Zugewinnen ins Wochenende

   • • Weizen kann am CBoT den 50-Tage-EMA durchstoßen; Mais schiebt sich in enger Range seitwärts

• Fonds kaufen am CBoT etwa 6000 lots Weizen, 4500 lots Mais und 8000 lots Sojabohne

• feste Kassamärkte treiben Kursoptimismus in Chicago; Exporthoffnungen bekommen neue Nahrung

• möglicherweise ist US-Weizen nun billig genug, um seinen Weg nach Nordafrika zu finden

• sino-amerikanische Handelsgespräche bringen eine Million Tonnen Sojabohnenexport nach China

   • • US-Weizenmarkt frohlockt sofort; vielleicht schließen sich auch Weizenkäufe an

• FC Stone sieht die brasilianische Maisproduktion bei 92,4 mio to (+1,3% zum Vorjahr)

• Bangladesh bekommt niedrigste Offerte für seinen Weizentender bei 299,07 US$/to

• SovEcon sieht die kommende russische Weizenernte 2019 bei 80 mio to (+2,7 mio to); besseres Wetter

• Äthiopien bekommt niedrigste Offerte im Zuge des 400 tsd Tonnen Weizentenders bei 270 US$to cif

• CFTC: CoT-Report weist die spekulative Weizenshortposition mit 47,1 tsd lots aus (9561 lots plus)

   • • spekulative Maisslongposition bei 34,3 tsd lots (28 tsd lots liquidiert); Sojabohne nettoshort 62,8k lots

• spekulatives Nettoshortinteresse im Londoner Futterweizen steigt um 143 lots auf nun 295 lots

• MOrgen kommt StatsCan mit dem Quartalsbestandsbericht: Weizen 23,4 mio to erwartet

• EU-Kommission belässt die europäische Weizenproduktion 2018/19 bei 128,5 mio to

   • • allerdings wurden die erwarteten Exporte von 20 auf 18,5 mio to zurückgenommen

• US-Exportzahlen liegen bei 602,4 tsd to Weizen, 1,752 mio to Mais und 2,405 mio to Sojabohne

• Ukraine hebt Getreideernte 2018 auf 69,8 mio to an (61,3 mio to in 2017)

   • • davon 24,6 mio to Weizen (26,1 mio to in 2017) und Körnermais 35,6 mio to (24,1 mio to in 2017)

• Matifweizen schiebt sich seitwärts; Tendenz war zuletzt aber abschlägig; großes Bild seitwärts

   • • am Freitag schließt der Markt über dem Tagestief in etwa auf Höhe des 50-Tage-EMA´s

• Kassamärkte bleiben weiterhin still; man lauert auf eine Exportwiederbelebung und bessere Preise

• Nachtbörsenvorgaben derzeit zwiespältig; Weizen in Übersee im Minus und Mais leicht im Plus

 

Die Frage, die sich stellt, ist folgende: Werden wir in der zweiten Kampagnenhälfte die Hochs noch einmal testen oder nicht? Alles anderes sind Nebenkriegsüberlegungen ohne größere Bedeutung. Um das leisten zu können, werden wir demnächst mehr vom Exportkuchen abbekommen müssen. Die EU hat zwar die Exportaussicht reduziert, aber man darf diesbezüglich skeptisch und insgesamt optimistisch bleiben. Warum? Weil die Russen eine Exportbeschränkung entgegen gehen! Und in diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, dass die Russen nachrichtlich nicht planen, die Exporte politisch zu beschränken. Wenn eine politische Beschränkung ausbleibt, wird der Markt schon die nötige Regulierung vornehmen. Eine andere Schlussfolgerung bietet sich aus dem folgenden Chart kaum an. Er zeigt die sinkenden russischen Bestände an Weizen.

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