Raps rast davon

Also schön, rin die Kartoffel, raus aus de Kartoffel!

Die Bohne konnte gestern preislich zulegen, weil Donald Trump wieder versöhnlichere Töne anschlug. Er äußerte sich positiv über den Verlauf der Handelsgespräche mit den Chinesen. Das ließ Hoffnungen aufkeimen, die am CBoT zu Zugewinnen führten. Viel war es zwar nicht, was da aufkeimte, aber nach der langen Verlustserie dürsteten offenbar einige latente Bullen nach einer derartigen Nachricht und stiegen ein. Man wird sehen, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Es ist ein Zustand heraufbeschworen worden, der fast ausschließlich von der Politik bestimmt wird. Von allen Problemen, die die Bohne am CBoT hat, ist das pflanzenbauliche in den USA mittlerweile das unbedeutendste geworden. Sie ist einfach nur mittelbarer Spielball politischer Supermächte geworden. Derjenige, der sich auf traditionelle Dinge in der Marktbetrachtung versteift, bekommt bestenfalls noch einen Zipfel der Erklärung in die Hand. Wir müssen uns auf die technische Analyse konzentrieren. 

Winnipeg: Canola wollte gestern erneut nach oben, aber wieder wurde man ausgebremst. Derzeit scheint nicht viel Strammheit in Canola zu stecken. Aufwärtsversuche enden allesamt im Desaster.

Matif: Raps in Paris ist aber die leuchtende Ausnahme! Hier packten die Bullen einmal mehr die langen Messer aus und machten mit den Bären kurzen Prozess. gestern stieß man kraftvoll durch die 390,- €/to und setzte danach Anschlussmomentum frei. Das trug bis an die alten Hochs. Die Situation ist nach wie vor vorteilhaft für die Bullen, denn der Rücksetzer von neulich verhindert im gegenwärtigen Aufwärtsschwung ein Überkauftsein des Marktes. Insofern hat diese Bewegung weiterhin beste Voraussetzungen, um weiteres Terrain in Richtung Norden zu erobern! Mit etwas charttechnischer Interpretationskühnhheit darf man auch das Folgende in unserem Rapschart erkennen: eine extrem bullische umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation!

Um den gesamten Marktbericht herunterzuladen, klicken Sie hier: SCH09122019rt