Raps kollabiert

Die Bohne musste schon wieder klein beigeben. Erneut schlugen Verluste zu Buche, die den Abwärtstrend intakt hielten. Das Sojaöl legte ebenfalls den Rückwärtsgang ein und durchbrach eine wichtige Unterstützung. Schrot schob sich inspirationslos seitwärts. Alles in allem ein bärischer Sojatag.

Der wichtigste Punkt ist derzeit die Ungewissheit über den Fortgang des Handelsstreites zwischen den USA und China. Ohne eine Klärung in diesem Bereich ist die Nachfrage, die sich auf die US-Bohne richtet, nicht einschätzbar. Man bleibt in politischer Ungewissheit gefangen. Solange dieser Zustand anhält, ist praktisch nichts zu machen. Niemandem kann ein Vorwurf gemacht werden, wenn er angesichts dieser Lage einen Bogen um den Sojamarkt macht. Vorsichtsgründe lassen viele reglos an der Seitenlinie verharren.

Nun kommen auch noch verbesserte Witterungsverhältnisse in Südamerika hinzu. Das belastet zusätzlich noch von der Angebotsseite her und schlägt letzte Bullen in die Flucht. Es gab gestern vom USDA eigentlich sehr gute wöchentliche Exportzahlen für die Bohne (1,94 mio to), aber was nützte das? Nichts!

Denn die bärische Rahmenlage hat verhindert, dass sich diese Nachricht in der Preisbildung nicht hat durchsetzen können. Und da es nicht die Nachricht selbst, sondern die Reaktion des Marktes auf die Nachricht ist, die man aus analytischer Sicht zu berücksichtigen hat, bleibt uns nichts anderes übrig, als die ganze Geschichte als grundbärisch einzuordnen. Winnipeg: Canola musste gestern Federn lassen. Das bärische Ölsaatenumfeld soll belastet haben. Zudem geht es wegen eines Streikes derzeit nicht auf der Schiene voran. Die Eisenbahner haben die Arbeit niedergelegt. Matif: Knüppeldick kam es gestern für unseren Raps an der Matif. In sensibler Position zurückgelassen musste ein Richtungsentscheid her. Der kam dann auch. Man entwickelte plötzlich Abwärtsmomentum und durchbrach wichtige Unterstützungslevels gleich serienweise.

Um den gesamten Marktbericht herunterzuladen, klicken Sie hier:SCHWZ25112019a