Ölsaatenmarktbericht

Die Bohne unternahm am Freitag einen Ausreißversuch nach oben, wurde aber zurückgepfiffen. Am Ende blieb nur eine schwarze Null übrig. Im Produktenbereich wußte das Sojaöl zu überzeugen, denn es konnte derart viel Festigkeit generieren, um einen wichtigen Mehrfachwiderstand zu durchstoßen. Das war sehr ansehnlich.

Dagegen warf das Schrot fast schon das Handtuch in den Ring. Die Schrotpreise setzten empfindlich zurück und schlugen hart auf dem alten Tiefstand auf, von dem aus die Bodenbildungssignale kamen. Wenn dieses Level bei etwa 295,- (Dezember) nicht halten sollte, wird es äußerst kritisch - denn dann würde unter Umständen ein beschleunigtes Abwärtsmomentum die Preise noch wesentlich tiefer fallen lassen.

Für die zeitweise Festigkeit in der Bohne war Shortcovering verantwortlich - wieder mal. Die treibende Kraft dahinter war das kalte Wetter. Die unterdurchschnittlichen Temperaturen haben Nachtfrostgefahr heraufbeschworen. Fröste würden der rückständigen Bohne sicherlich nicht gut tun. Entsprechend nervös ist der Markt. Der Nervositätsgrad muss sich aber trotz aller Wiederholungen in den internationalen Nachrichten in überschaubaren Grenzen halten, denn andernfalls wäre am Freitag sicherlich mehr vom Tageszugewinn zu retten gewesen als die magere schwarze Null. Das war´s, mehr gibt es wohl nicht zu sagen. 

Heute ist in den USA Feiertag. Deswegen gibt es derzeit keinen Nachthandel und nachher auch keine Tagessitzung.

Winnipeg: Canola ist zu blutleer um einer kommentatorischen Bewahrung wert zu sein - seitwärts.

Matif: Raps in Paris konnte sich die 380er-Marke vorlegen und durchstoßen. Das war in Ordnung. Nun kommt es darauf an, die Geländegewinne zu sichern, also die 380,-€ nicht mehr an die Bären zurückzugeben. Der Markt hat eben mit einer roten Null eröffnet - noch droht keine Gefahr. Der feste Rübölhintergrund hatte wenigstens am Freitag ungebrochen Bestand. Am Kassamarkt gab es kleinen Frankoumsatz.

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