Heute Charttechnik:

• Überseeische Getreidemärkte waren gestern abschlägig; Weizen und Mais gaben am CBoT etwas nach

• beide Male sollen es technisch motivierte Verkäufe gewesen sein, die die Preise belastet haben

• zudem steckt US-Mais in der Ernte; USDA meldet den Erntefortschritt bei 41% (30% Vowo, 61% 5-Jahresschnitt)

• Fonds sollen gestern am CBoT etwa 7000 lots Mais und 4000 lots Weizen ver- und 3000 lots Bohne gekauft haben

• Russland nimmt die Weizenexporte in RIchtung Vietnam wieder auf (Vietnam hatte qualitätsbedingt um Pause gebeten)

• USDA meldet den Abschluss der US-Winterweizenaussaat zu 85% (77% Vowo, 82% Durchschnitt); 63% aufgelaufen

• Ägypten im Markt! Land der Pharaonen sucht für Anfang Dezember mehrere Weizenschiffe

• politischer Fortgang in Argentinien ist ungewiss; Farmer müssen die neue Exportsteuerpolitik von Fernandez abwarten

• US-Exportinspektionen liegen bei 523,2 tsd to Weizen, 380,6 tsd to Mais und 1,568 mio to Sojabohnen

• Russische Weizenpreise wegen reger Exportnachfrage weiter am Steigen; Hoffnung auf weitere Saudi-Geschäfte

   • • IKAR quotiert 12,5er Ware auf FOB-Basis bei 208,- US$/to (+1,- $);

• IKAR sieht die bislang in Russland ausgesäte Wintergetreidefläche bei 101,4% der beabsichtigten Fläche von 17,7 mio ha

   • • die russische neue Winterweizenfläche schätzt IKAR bei rekordhohen 16,3 mio ha (15,75 mio ha im Vorjahr)

• kroatische Weizenproduktion 2019 bei 770 tsd to gesehen (+4,3% zum Vorj.); Gerste 260 tsd to (+14% zum Vorjahr)

• EU-Weizenexporte der neuen Ernte liegen derzeit bei kumuliert 8,55 mio to (5,7 mio to im Vorjahr)

   • • kumulierte Gerstenexporte bei 2,5 mio to (1,7 mio im Vorj.); Maisimporte liegen bei 6,5 mio to (5,1 mio to Vorj.)

• MARS sieht die europ. Weizenertrag 2019/20 bei nun 6,01 to/ha (6,03 zuvor); Körnermais 7,57 to/ha (7,63 to/ha zuvor)

• Chinesen verkaufen 2789 Tonnen Importweizen aus den Staatslägern in den heimischen Markt (2000 Yuan/Tonne)

• Philippinen kaufen 135 tsd Tonnen Sojaschrot aus den USA für 2019/20 Anlieferung; Bangladesch kauft 50 tsd to Weizen

• kumulierte rumänische Weizenexporte betragen in der laufenden Kampagne bereits stolze 2,3 mio to

• Japan ermahnt sich selbst zur höchsten Aufmerksamkeit hinsichtlich der ASP (bereits 77 bestätigte Fälle gemeldet)

   • • interessanterweise sind diese Fälle in Schweinefleischprodukten aufgetaucht (inklusive Wurst von chin. Touristen)

•  russische Weizenausfuhren sind zuletzt leicht rückläufig gemeldet worden (Ursache blieb ungenannt)

• Chinesische Maispreise sind witterungsbedingt am Steigen (Dalian Commodity Exchange notiert höhere Kurse)

• Matifweizen war im Konzert schwächerer Getreidepreise leicht abschlägig - Markt setzte auf 200-Tagelinie auf

• Kassamärkte bleiben in ruhigem Fahrwasser - normale Gefechts-, nein Geschäftstätigkeit gemeldet

• Nachtbörsenkurse haben einen roten Anstrich ohne wirklich tief im roten Bereich zu liegen

   • • wir müssen unbedingt auf die hochsensiblen Unterstützungen schauen, auf denen die Preise derzeit aufsitzen!!!

 

Dann sind da noch die Russen mit ihren rückläufigen Weizenexporten. Der nebenstehende Chart weist diese auf Monatsbasis aus. nach der Aufgipfelung im August hat man den Rückwärtsgang eingelegt.

Das liegt natürlich auch an der Aggressivität der Ukraine, die mit ihrer Ware auf den Markt drückt.

Möglicherweise spielen auch Dinge wie die zeitweise Aussetzung der Exporte nach Vietnam eine Rolle, aber es könnten auch andere Dinge von Belang sein.

Die Warenverfügbarkeit an den südrussischen Häfen nimmt nachrichtlich ab, aber die Ware weiter im Landesinnern weigert sich, preislich unter das Niveau zu fallen, das sich frachtkostenmäßig an den Hafen kalkulieren lässt.

Hm, was hat das denn jetzt zu bedeuten?

In jedem Falle spricht das nicht für sonderlich starken Verkaufdruck in Russland.

Um den gesamten Marktbericht herunterzuladen, klicken Sie hier:SCHWZ29102019a