Weizen in der Erholungsralley

• Überseeische Getreidemärkte zeigen sich nach dem USDA-Bericht durchwachsen; CBoT-Märkte mit Anschlußstärke

• Maispreise zogen infolge eines bullischen Quartalsbestandsbericht an und bekamen gestern weiteres Momentum

   • • gestern ging es weiter nach oben, weil man sich wegen der nassen Aussaatbedingungen plötzlich Ertragssorgen macht

• CBoT-Weizenkurse segeln im Windschatten der Maisfestigkeit mit nach oben; Minneapolisweizen verliert

• Fonds sollen gestern am CBoT etwa 20 tsd lots Mais, 13 tsd lots Bohne und 3000 lots Weizen gekauft haben

• Südkoreanische KOFMIA tendert für 27,5 tsd Tonnen Mahlweizen

• Ägypten im Markt - Land am Nil sucht für 1. Novemberlieferung eine unspezifizierte Weizenmenge

   • • verschiedenste Herkünfte sind erlaubt und erwünscht

• FC Stone sieht die US-Maisernte 2019 nun bei 13,887 Mrd bushels (13,809 waren zuvor geschätzt) bei 169,3 bu/acre

• Marokko erhält keine Offerten auf seine Tenderbemühungen hinsichtlich Durumweizen unter Vorzugsquote

• Matifweizen konnte im Umfeld steigender internationaler Preise seinerseits hübsch zulegen - Hauptwiderstand angegrif.

• Nachtbörsen notieren derzeit leicht im Minus

Wir lassen den nachrichtlichen Vollständigkeitsanspruch für heute einmal sausen und kümmern uns stattdessen um die Gesamtlage, die sich preislich merklich aufgehellt hat.

Die wichtigste Änderung in der Marktwahrnehmung ist Durchlässigkeit für Nachrichten von der Nachfrageseite! Diese "ample global wheat stocks", die wir bärischerseits monatelang um die Ohren gehauen bekommen haben, werden durch positive Nachrichten seitens der Nachfrage gekontert. Preislich führte das zur Ausformung hübscher Preisböden mit konsekutiver Anschlußstärke. Das sieht doch schon gar nicht mehr so schlecht aus.

Der Quartalsbestandsbericht war bullisch für Mais und hob die Preise an. Größtenteils war diese Bulligkeit auf erhöhte Futterverbräuche zurückzuführen. Und damit ist der sensibelste Punkt erreicht, der in dieser Kampagne aus den bereits in der Vergangenheit mehrfach dargelegten Gründen ins Preisgeschehen eingreift. Neben der allgemeinen Nachfragesteigerung, die uns mit stabiler Regelmäßigkeit jährlich aus dem Nachrungsmittelsektor beglückt, ist zu erwarten, dass es besonders im Futterbereich zu ungewohnt hoher Nachfrage aus ungewohnten Nachfrageregionen kommt, die die weltweit mobilen Bestände reduziert (chinesische Bestände sind nicht mobil).  Das sollte preislich nicht ohne Folgen bleiben.

Der chinesische Schweinepreiszyklus ist weiterhin in vollem Gange und läd Schweinefleischproduzenten zum Export nach China ein.  

Um den gesamten Marktbericht einzusehen, klicken Sie hier: SCHWZ01102019_rt