Agrartrends

                                                       27.09 .2019

 

 

Markt, Börse

(Monat)

 

Trends

lang/kurz

 

Nächste Unterstützung / Nächster Widerstand

 

Kurzkommentar

 

Marktdruck

indikator

(MDI)

 

AgTrend-

programm

(ATP)

 

Sojabohne, CBoT (Nov. ´19)

Schluss: 8,87 ¾                                                                                                                                                          

 

0 / +1

 

        8,83 $  / 9,-  $

Die Bohne kann sich mit der 9,- US$-.Marke nicht anfreunden. Sie setzte gestern zurück. Nun bedroht sie unsere Unterstützung.

 

negativ

 

 

Sojaöl, CBoT

(Dez. ´19)

Schluss: 29,12

 

0 / -1

 

29,02 cts  / 29,46 cts

Sojaöl unternahm einen weiteren ohnmächtigen Aufwärtsversuch, scheiterte aber damit. Nun wird auch hier unsere Hauptunterstützung bedroht. Aufpassen – bei Durchbruch Momentum

 

negativ

 

 

 

Sojaschrot, CBoT (Dez. ´19)

Schluss: 295,40

 

0 / 0

 

 295,- $  / 303,70 $

Sojaschrot schwach, schlägt auf unserer Unter-stützung auf. MDI ist negativ gedreht.

 

negativ

 

 

Raps, Matif

(Feb. ´20)

Schluss: 388,75

 

+1 / +2

 

387,50 € / 392,50 €

Raps hat kein Abwärtsmomentum bekommen – Schwein gehabt! Stattdessen sitzt er weiter auf dem 10-Tage-EMA auf. Der MDI ist auf neutral angestiegen, das Rüböl ist weiter über 800,-€ - das passt. Aber die Bohne ist merklich ins Wackeln geraten – Raps muss auf der Hut sein!!!

 

neutral

 

 

Canola, ICE

(Nov ´19)

Schluss: 447,60

 

         0 / +1

 

445,50  / 455,50 Ca$

Canola kann man vergessen – seitwärts, mit Schwächeneigung.

leicht

negativ

 

Weizen, Chicago

(Dez. ´19)

Schluss: 4,85 ¾                                                                                                                                                                                   

 

         0  / 0

 

4,78  $/bu  / 4,86 ¾    $/bu

Weizen musste den Durchbruch verhindern und hat ihn verhindert. Gestern stieg der Markt präzise bis zu unserem Widerstand. Der MDI ist leicht positiv gedreht. Nun muss es mit Anschluss-momentzum durch den 50-Tage-EMA gehen, sonst verliert der gestrige Aufwärtstag seine Bedeutung. Das wäre schade.

 

leicht positiv

 

 

Mais, Chicago

(Dez. ´19)

Schluss: 3,72 ¼                                                                                                                                                                                  

 

          0 / 0

 

3,66  $  / 3,80 $

Mais reagierte gestern etwas schärfer nach unten. Der MDI war vorher zurückgegangen. Nun ist er auf neutral gesunken.

 

neutral

 

Weizen, Paris

(Dez. ´19)

Schluss: 173,-

 

         0  / +1

 

170,- €  / 172,50 €

Matifweizen hat sich bilderbuchmäßig verhalten. Nach dem Test der Unterstützung wurde augen-blicklich Aufwärtsmomentum frei. Gestern attackierte man scharf den Hauptwiderstand des 50-Tage-EMAs. Der MDI war bereits zur Eröff-nung wieder ins Positive gedreht. Jetzt gilt es die 172,50 in eine Unterstützung zu verwandeln.

 

positiv

 

 

Mais, Paris

(Nov. `19)

Schluss: 163,25

 

 0 / 0

 

 

162,- €  / 164,75  €

Was für eine entsetzlich enge Handelsspanne. Der Markt schiebt sich seitwärts. MDI dreht leicht positiv.

leicht

positiv

 

Zucker,  London

(Dez. `19)

Schluss: 339,80

 

+1  / +2

 

330,- $ / 347,- $

Zucker weiterhin fest. Trends laufen noch gut.

 

positiv

 

Kakao,  London

(Dez. `19)

Schluss: 1944,-

 

+2 / +2

 

1875,- / 1950,- GBP/t

 

Kakao rast weiter nordwärts. Die Preise springen in Richtung altes Hoch. Was für ein explosiver Aufwärtstrend.

noch

positiv

 

Milchpulver,

(Dez. `19)

Schluss: 2375,-

 

+2  / +2

 

2096,- € / 2400,- €

MMP erneut marginalst rückläufig. Trends bleiben aber intakt, obwohl der MDI negativ ist. Wir müssen genau hinschauen.

 

negativ

 

Butter, Leipzig

(Dez. `19)

Schluss: 3738,-

 

0 / 0

 

3695, - € / 3900- €

Die Butter schob sich gestern ohne Bewegung seitwärts.

 

negativ

 

Milch, Kl. III

CME (Nov. ´19)

Schluss: 17,95

 

          0 / -1

 

17,71 $ / 19,- $

Milch hat gestern nachgelassen und den Trend gedreht. Der negative MDI hat zugeschlagen.

 

negativ

 

 

Kartoffel, Leipzig

(April `20)

Schluss: 15,50

 

+1 / +1

 

14,- €/dt / 15,80 €/dt

Kartoffel seitwärts. MDI nur noch knapp negativ.

Noch knapp

negativ

 

 

 

Offensichtlich hat die Ankündigung einer Überarbeitung der "Agrartrends" hier und da Fragen aufgeworfen. Eine Stimme meldete sich mit, „Hä, meinst du denn jetzt damit?“

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Es sollen Dinge in den Märkten ans Licht gezogen werden, die üblicherweise in den Medien stiefmütterlich behandelt werden. Diese Dinge lassen sich teilweise auch als "Trend" auffassen, obwohl sie nicht immer im charttechnischen Sinne als Trend darstellbar sind. Das müssen nicht unbedingt immer die Preistrends selbst sein, sondern können auch damit in Verbindung stehende Faktoren sein.

Dazu mögen gehören, invertierende Zinsstrukturkurven, Bitcoinpreise, chinesische Schweinepreise, Negativrenditen, Zentralbankbilanzen, Immobilienpreise, Wirtschaftsdaten, handelspolitische Absperrungspolitik, sich ändernde Geldströme, chinesisches Seidenstraßenprojekt etc..

Machen wir doch gerade mal ein Beispiel, damit klarer wird, was gemeint ist: Hier ist der Rohölchart.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Preisspitze infolge des Angriffes auf die saudischen Ölverarbeitungsanlagen ist gut zu erkennen. Der Markt hat aber kein neues Hoch gemacht, sondern setzte gleich darauf zurück - alles auf Anfang sozusagen. Das ist Beschreibung des Preistrends!

 

 

Dafür habe ich mir eine bestimmte Methode ausgedacht, sie als Raster über die Marktpreise des Agrarbereiches geworfen und sie in prägnanter Kürzelform dargestellt - hoffe ich jedenfalls.

In dem Preisverhalten des Rohöls wird jetzt aber auch noch ein anderer "Trend" sichtbar, der für die Würdigung der Marktsituation enorm wichtig ist! Rohöl besitzt nämlich offenbar derzeit den Trend, auf politische Brandherde kriegerischer Art Im Mittleren Osten preislich nicht nachhaltig zu reagieren! Es fehlt ganz offensichtlich die Notwendigkeit, auf geopolitische Gefahren, die das Angebot gefährden könnten, mit steigenden Preisen zu antworten. Der Rohölpreis kommt über Augenblicksreaktionen nicht hinaus!!! Wäre dies anders, hätte der Rohölpreis nicht sofort wieder den Rückwärtsgang eingelegt.

Und nun darf man die Frage nach dem Warum stellen. Gibt es etwa ausreichend Bestände? Ist etwa die Nachfrage infolge der rezessiven globalwirtschaftlichen Tendenzen so schwach geworden, dass diese Notwendigkeit für steigende Preise nicht gegeben ist? Das würde zumindest in die Schlange trauriger Wirtschaftszahlen passen, die seit Monaten über die Ticker kommt.

Es ist nun zu überlegen, ob diese Art von "Trends" in diesem Bericht ihren Niederschlag finden soll und wenn ja, wie. Wichtig sind sie in jedem Fall, zumal gerade in den Finanzmärkten eine Fülle "qualitativer Trendwechsel" stattgefunden hat, die in verschiedene Richtungen ausstrahlen können.

Es gilt, diese Dinge zu systematisieren und sie dem Leser eingängig zu machen. Das ist aber nicht einfach, wie man sich sehr leicht vorstellen kann. Die Materialverarbeitung muss auf bestimmte Weise erfolgen, sodass man Extrakte und Ergebnisse liefern kann, die auf einen Blick erfasst werden können. Der Strom an Information darf nicht so breit sein, dass der Fisch in seinen eigenen Wassern ertrinkt.

Hierfür reicht das Darstellungsraster von Agrartrends nicht aus. Es bedarf einer deutlich raffinierteren Vereinfachungsmethode, die ich noch nicht gefunden habe. Wenn mir keine einfällt, muss die gesamte Idee verworfen und fallen gelassen werden.

 

 

 

+3 = reifer, sich erschöpfender Aufwärtstrend (nach Signalen der Trendwende schauen)

+2 = gut etablierter Aufwärtstrend

+1 = beginnender Aufwärtstrend

  0 = trendloser Markt, Seitwärtsrange

-1 = beginnender Abwärtstrend

-2 = fest etablierter Abwärtstrend

-3 = reifer, sich erschöpfender Abwärtstrend (nach Signalen der Bodenbildung schauen)

TW = Trendwende

EMA = Exponentieller gleitender Durchschnitt

ATP = Agrartrendprogramm

Das Agrartrendprogramm ist ein Zusammenspiel aus mehreren technischen Indikatoren, deren Periodizitäten auf die einzelnen Märkte abgestimmt sind. Es zielt auf längere Preisschwünge ab. Dabei sollen die Marktbewegungen möglichst früh erkannt und mitgenommen werden. Dennoch bleibt es ein Trendfolgesystem, dessen größter Feind volatile Seitwärtsphasen sind. Der technische Ansatz besitzt aber eine Raffinesse, die nur schwer zu schlagen ist.

OI = Open Interest (Kontraktbestand)

MDI = Marktdruckindikator

Der Marktdruckindikator ist eine eigene Erfindung und stellt das zentrale Element des Agrartrendprogrammes (ATP) dar. Er soll anzeigen, wie sich Kauf- und Verkaufdruck in einem Markt gegenüberstehen. Wenn er positiv ist, dann ist der Kaufdruck höher als der Verkaufdruck und wenn er negativ ist, dann ist der Verkaufdruck höher als der Kaufdruck.

 

 

 

Rechtliche Hinweise (Haftungsausschluss und Risikowarnung)

 

Die Marktberichte sind ausschließlich zur Information bestimmt. Die Informationen stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Es handelt sich nicht um persönliche Empfehlungen. Sie stellen auch keinesfalls eine Aufforderung zum Handeln oder Unterlassen dar. Auch stellen sämtliche Informationen keine Werbung dar. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Haftung. Die Informationsquellen, auf die wir uns verlassen, haben sich als brauchbar und verlässlich erwiesen, dennoch können wir auch für deren Inhalte keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Wir haften nicht für Schäden, die aufgrund von Handlungen oder Unterlassungen, die ausgehend von den in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entstehen.

Besonders deutlich weisen wir darauf hin, dass gehebelte Terminmarktprodukte, wie Futures und Optionen, ein sehr hohes Maß an Risiko beinhalten und deshalb nicht für alle Investoren geeignet sind, da entstehende Verluste weit über das eingesetzte Kapital hinausgehen können. Die Verwendung der Informationen geschieht auf eigene Verantwortung des Nutzers.

 

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