Sojabohne – a bisserl fester

Die Bohne konnte am Freitag marginal zulegen, hat aber ihre grundsätzliche Position nicht verändert. Sie verharrte oberhalb ihrer 200-Tagelinie. Erst in der momentan laufenden Nachtsitzung ist es zu einem kleinen Kursrutsch gekommen, der die 200-Tagelinie an die Bären gegeben hat. Charttechnisch betrachtet, ist der Markt damit auf dem Weg, die neulich entstandene Lücke bei 10,10 (von 10,07 3/4 bis 10,11 1/2) zu schließen.   Die Einflussfaktoren, die man handelte sind gemeinhin bekannt. Am wichtigsten war wieder einmal die rhetorische Kehrtwende in den diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und China hinsichtlich der Zollthematik. Der Markt fürchtet chinesische Vergeltungsmaßnahmen im agrarischen Bereich. Das könnte die US-Bohne treffen. Entsprechend hitzköpfig sind die Marktreaktionen. Das Schrot verhielt sich ähnlich. Auch hier kam es zu einem zweiseitigen Handel, der letztlich knapp oberhalb einer wichtigen Unterstützung endete. In der Nachtbörse ist der bärische Einfluss der Bohne unübersehbar. Last not least gab es noch das Sojaöl. Hier verpuffte der Versuch, den 50-Tage-EMA zurück zu erobern. Die Bären wiesen den Angriff ab.

Ansonsten bleibt noch nachzureichen, dass die wöchentlichen Exportzahlen mit einem Tag Verspätung veröffentlicht wurden und 1,045 mio to betrugen. das lag innerhalb der Erwartungsspanne. Der jüngste CoT-Roprt der CFTC weist die spekulative Longposition der Bohne am CBoT mit 81.154 lots aus. Das entspricht einem Zuwachs von 4397 lots (Stichtag letzte Woche Dienstag).

Winnipeg: In Kanada ging´s etwas weiter abwärts. Man konnte zwar während des Handels noch oben wegziehen, aber das bereits Errungene ging flöten, und man musste schließlich Abschläge verdauen.

Matif: In Paris stand man nach zwei abschlägigen Handelstagen nicht mehr ganz so heftig unter Verkaufdruck. Allerdings konnte nach oben hin auch nicht viel geleistet werden. Im Prinzip war am 10-Tage-EMA Schluss. Mit den durchaus signifikanten Verlusten der Bohne dürfte sich der Markt heute morgen in Richtung 20-Tage-EMA orientieren (siehe folgenden Chart).

 

Ach ja, die Experten bei Strategie Grains sehen die europ. Rapsernte bei 21,4 mio to. zuvor hatte man diese noch bei 22,2 mio to gesehen. Grund für die Anpassung war die enttäuschende Blüte des Rapses.