USDA verpufft ohne Preiswirkung

Die Bohne zog gestern erneut an. Beide Produkte auch.

Die USDA-Zahlen waren für die Bohne eher neutral, aber in den benachbarten Getreidepits ging es bergauf. Die bullische Stimmung bei Weizen und Mais pflanzte sich in der Bohne fort. Die Bullen stocherten praktisch im Aschehäufchen herum und suchten nach etwas Restglut, die man noch entfachen konnte - das gelang. Aber es reichte nicht aus, um nach oben hin die wirklich bedeutsamen Widerstände anzugreifen!

Vielmehr brannte das Bohnenfeuer wie ein nasses Stück Holz. Ohne permanentes Blasen drohte das Flämmchen zu ersticken. Am Ende standen wenigstens knappe 5 cts/bu Zugewinn in der Bohne.

Natürlich stand der gesamte gestrige Tag unter dem Eindruck der USDA-Zahlen, die am Abend veröffentlicht werden sollten. Im Vorfeld war aber klar, dass man es mit vielen Fragezeichen zu tun haben würde. Weder ließen sich die US-Flächen der Sommerungen in Zahlen fassen, noch war es möglich, die Erträge halbwegs verlässlich zu prognostizieren. Wobei das bei der Bohne wohl noch eher möglich war als beim Mais. Jedenfalls kamen Zahlen heraus, die auf der zweiten Seite tabellarisch zusammengefasst sind. Mag ein jeder glauben, was er will!

Winnipeg: Canola konnte etwas ansteigen, blieb dennoch auf der Stelle stehen.

Matif: Unser Raps blieb fest. Er stieg zwar nicht weiter an, aber nach unten ging es auch nicht. Der gestrige USDA-Bericht kann wegen innerer Zahlenunsicherheit und einer unspektakulären Marktreaktion insgesamt als neutral abgehakt werden. Das entbindet uns aber nicht von der Pflicht, die eigenen schwachen Druschergebnisse bei der Preisbildung zu berücksichtigen. Das dürfte der Hintergrund für unsere jüngst gewonnene Grundfestigkeit sein. Der Kassamarkt spricht die gleiche Sprache. Es ist schwer, Ware zu bekommen, insbesondere auf Termine, wo man mit KWZ rechnen muss. Da kursieren ja Prämien im Markt- lange nicht gesehen. Ob das alles gehandelt wurde?

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