Weizen – Marktteilnehmer erwarten einen Deal

Die Unterhändler der Chinesen und Amerikaner erarbeiteten ein „Memorandums of Unterstanding“ dieses soll sechs wichtige strukturelle Fragen klären. Zum einen den erzwungenen Technologietransfer und Cyberdiebstahl, Rechte des geistigen Eigentums, Dienstleistungen, Währung, Landwirtschaft und Handelshemmnisse. Daneben gaben die Chinesen dem Vernehmen nach bekannt, um bis zu 30,00 Mrd. US-Dollar mehr an US-Agrarprodukten zu importieren. Damit ist eine Verlängerung der Handelsfrist zwischen USA und China immer wahrscheinlicher.  Von offizieller Stelle heißt es, dass beide Parteien bestrebt wären vor dem 01. März eine Einigung zu erzielen. Daneben gab das USDA gestern die prognostizierten Anbauflächen bekannt. Beim US-Weizen sind die Anbauflächen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegen von 47,8 Mio. acres auf 47,00 Mio. acres. Diese beiden fundamentalen Impulse haben dem Weizen nochmals einen Lebenshauch eingeflöst. Dieser konnte im gestrigen Handel nach vier verlustreichen Handelstagen wieder im Plus schließen. Der CBoT Mai19 Termin schloss gestern 6,75 US-Cents/bu im Plus bei 491,00 US-Cents/bu(159,12 EUR/t). Jedoch war damit noch keine Trendwende eingeläutet, erst wenn die 496er Marke wieder nachhaltig zurückerobert wird, können die Bullen wieder Hoffnung schöpfen.

Der gestrige IGC Grain Market Report korrigierte die globale Weizenproduktion 2018/19 um 2 Mio.t. nach unten auf 735 Mio.t. Jedoch wurde auch der Verbrauch von 745 Mio.t auf 744 Mio.t. verringert.

MATIF – Erholungspause

Die 190er Marke konnte sowohl im März19 als auch im Mai19 Termin von den Bullen erfolgreich verteidigt werden, damit gönnen sich die Bullen nun eine kleine Erholungspause. Der stabilere EUR/USD bewegt sich nun seit einigen Tagen in einer Seitwärtsrange zwischen 1,1360 und 1,1320. Die Prämien in Hamburg liegen nun zwischen 7 und 8 EUR/t über MATIF für 12er Weizen. Futterweizen Südoldenburg notiert derzeit bei 199 bis 201 EUR/t. mit Termin Feb/Mrz.

 

Mais – zu billig?

Sollte es zu einem Deal zwischen USA und China kommen, könnte sich die Nachfrage neben den angekündigten 30 Mrd US-Dollar an mehr US-Agrarproduktimporten durch die Chinesen weiter steigen. Die Chinesen haben in der Vergangenheit, vor dem Handelskrieg bereits zwischen 200 bis 350 Mio.t. bu an US-Mais importiert. Daneben stieg vor dem Handelskrieg auch die Nachfrage der Chinesen nach US-Ethanol. Aktuell notiert jedoch der CBoT Mais an der unteren Spanne der Seitwärtsbewegung. Sollte es zu einem Deal kommen, hätte der Mais Potential.